Nicht nur mein kleiner Bruder wird dieses Jahr 40, auch die Anti-Atomkraft-Bewegung hatte vor vier Jahrzehnten ihren entscheidenden Durchbruch: Die Welt erlebte am 28. März 1979 den Atomunfall in Harrisburg/USA, verursacht durch technische Fehler und menschliche Fehlreaktionen. Dieser GAU mit Kernschmelze machte deutlich, dass es keine Sicherheit im Betrieb von Atomkraftwerken gibt!
Selbst bis dahin überzeugte Befürworter der Atomenergie gerieten ins Zweifeln ob der Sicherheit und Verantwortbarkeit dieser Technologie. In der öffentlichen Wahrnehmung leitete dieser Unfall eine erste Wende in der energiepolitischen Debatte ein.
Dennoch hielt man – aller Proteste der Atomkraftgegner und Warnungen zum Trotz – an dieser „Übergangstechnologie“ fest. So folgte am 26. April 1986 der Super-GAU von Tschernobyl und am 11. März 2011 der Super-GAU von Fukushima.
Radioaktivität lässt Menschen sterben, zerstört die Gesundheit der nachfolgenden Generationen, verseucht die betroffenen Regionen über Menschengedenken hinaus, macht dort ein Wohnen und Leben unmöglich und belastet weiterhin Wild, Beeren und Pilze in unseren Wäldern.
2001 wurde unter Rot-Grün der Atomausstieg in Deutschland vereinbart, 2011 – Dank Fukushima – endlich fixiert. Bis 2022 sollen in Deutschland alle Atomreaktoren vom Netz gehen. Was bleibt ist hochradioaktiver Atommüll, der „endgelagert“ werden muss und unzähligen nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Und dann gibt es noch die AKWs in Frankreich, Tschechien, Europa und weltweit…
Wir wünschen allen Unterstützern der Anti-Atomkraft-Bewegung auch in Zukunft Durchhaltevermögen, viel Kraft und ausreichend Mitstreiter. Wir werden euch noch eine Weile brauchen! Denn die Atomenergie bleibt die riskanteste Form der Energieerzeugung!


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