Schule

Peter Neuer

Im Gespräch: 53 Jahre // Systemanalytiker // Fahrradpendler // Klimawerkstatt Malsch // 4 Kinder

Malscher oder Mälscher?

Sehe ich aus wie einer, den das interessiert? Meine Frau und ich haben hier seit dem letzten Jahrhundert unseren Lebensmittelpunkt, hier ziehen wir unsere 4 Söhne groß, hier haben wir unser Haus gebaut. Was mich vom Mälscher unterscheidet ist, dass ich als gebürtiger Kurpfälzer das Badner Lied nicht mitsinge. Das wars dann aber auch.

Warum kandidieren Sie für den Gemeinderat?

Die Hand an der Wiege bewegt die Welt. Hier vor Ort werden die Grundlagen gelegt. Hier werden wir auf die Probe gestellt, unserem Anspruch als Menschen und Erdenbürger gerecht zu werden.

Ist das nicht etwas dick aufgetragen?

Keineswegs. Ich besuche seit 5 Jahren fast jede Gemeinderatssitzung in Malsch.
Eine gute Nachricht für alle, die immer noch glauben, dass man nichts ändern kann: Der Gemeinderat verfügt über großen Gestaltungsspielraum. Es darf sich nicht in Routine verlieren und Chancen verspielen. Der Gemeinderat ist nicht die Verwaltung, sondern das Kreativzentrum. Er braucht neue Leute und neue Ideen!

Sie sind mit der Arbeit des aktuellen Gemeinderats nicht zufrieden?

Vorab: Jeder verdient Respekt, der dieses Ehrenamt in bester Absicht für unsere Gemeinde annimmt und begleitet. Wenn man das richtig macht, ist das ist eine Menge Arbeit. Es gibt aber auch viel Selbstbezogenheit in den Entscheidungen und Befindlichkeiten im gegenseitigen Umgang. Es sollten aber die besten Lösungen und innovative Ideen für unsere Gemeinde im Vordergrund stehen. Angst vor dem Bürger oder Herumsitzen ist nicht genug, es geht um Taten und das, was wirklich wichtig ist.

Haben Sie ein Beispiel?

Viele. Nehmen wir den neuen Schulhof: 15 Jahre ging es hin- und her, ewige Diskussionen. Und für ein großes Klettergerüst hat es dann trotzdem nicht mehr gereicht.
Bei der bröckelnden Stützmauer hinter den Parkplätzen am Bollenberg (gegenüber Kindernest) wurde jedoch schnell gehandelt, es gab keine Diskussion. Im Gemeinderat wurde nur das Ergebnis der Ausschreibung durchgewunken.

Was hat das miteinander zu tun?

Die Kosten. Die lagen für den Schulhof genauso hoch wie die Stützmauer zur Absicherung von ein paar Parkplätzen, nämlich 75.000 Euro! Nur hätte man am Bollenberg bei der Gelegenheit z.B. auch über seniorengerechtes Wohnen auf diesem schwierigen Gelände nachdenken können.
Diese Träume wurden nun mit unserem Geld für viele Jahre lang wegbetoniert. Die Interessen von Kindern oder Entwicklungsmöglichkeiten für unser Dorf werden wie in diesem Beispiel dem Fetisch Parkplatz geopfert …

… diese werden aber auch gebraucht …

… genauso wie sichere Fuß- und Radwege, die Entschärfung von Gefahrenstellen, z.B. am Ortsausgang Richtung B3, wo Kinder auf dem Fahrrad schutzlos durch den Gegenverkehr müssen, um auf den Radweg zu kommen. Warum wird die Zehntscheuer schwerverkehrsgerecht umgebaut und verunstaltet, statt den Fußweg darunter abzusichern, z.B. durch bauliche Trennung? Warum musste noch ein weiterer Parkplatz an die neue Bushaltestelle gegenüber der Rose, um dem Platz wirklich jede Aufenthaltsqualität zu nehmen? Von den Kosten ganz zu schweigen!
Das meine ich mit den richtigen Prioritäten!

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