Die Hoffnung stirbt zuletzt

„Ja. Aber sie stirbt!“, so die Antwort des Kabarettisten Nico Semsrott auf diese Aussage.

Da halte ich es lieber mit Jörg Zink, von dem nachfolgende Worte stammen:

Viele meinen, wer heute eine Hoffnung habe,
müsse ein Tor sein oder ein Träumer oder ein Verzweifelter:
ein Tor, der nicht sieht, was kommt;
ein Träumer, der Wünsche für Wirklichkeiten hält;
ein Verzweifelter, der seine Angst
mit lichten Bildern übermalen muss.

Ich meine aber, es gebe Gründe zu hoffen.
Ich meine, die Zukunft der Welt sei nicht festgeschrieben,
jedenfalls nicht im Sinne heute üblicher Katastrophenprophetie.
Ich meine, unsere Zukunft habe ein anderer in der Hand
als der Mensch mit seiner Ahnungslosigkeit
und seiner gefährlichen Selbstsicherheit.

Ich meine, es sei in der Welt
eine andere Weisheit am Werk
als die des Menschen.

"Hoffnung ist ein Geisteszustand, nicht ein Zustand der Welt. Hoffnung in diesem tiefen und machtvollen Sinn ist nicht dasselbe wie Freude, dass alles gut läuft, oder die Bereitschaft, in Unternehmen zu investieren, die offensichtlich auf Erfolgskurs sind, sondern eher die Fähigkeit, für etwas zu arbeiten, weil es gut ist." Václav Havel (1936 - 2011), tschechischer Schriftsteller, Menschenrechtler & Politiker

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