Postillion e.V. wird ab dem 1. Januar das Kindernest weiterbetreiben

Nachdem der Verein Kindernest Malsch e.V. die Trägerschaft für Kinderkrippe, den Kindergarten, Hort und Kernzeit an die Gemeinde Malsch zurückgegeben hat, endet das Vertragsverhältnis zum 31.12.2020.

Der Gemeinderat hatte die Verwaltung am 22. September beauftragt, mit dem möglichen Nachfolger Postillion e.V. Vertragsverhandlungen zur Übernahme der Trägerschaft aufzunehmen. Ausgangspunkt für die Verhandlungen sollte der bisherige Vertrag mit dem Kindernest Malsch e.V. sein.

Doch was sind die Verhandlungsergebnisse? Der ausgehandelte Vertrag war nicht Bestandteil der Sitzungsunterlage und so war es uns leider nicht möglich, konkrete Fragen zu stellen. In mehreren Gesprächen sei der Vertrag aufgesetzt worden. Was wurde in diesen Gesprächen besprochen, und warum waren keine Vertreter aus dem Gemeinderat geladen? Die Kinderbetreuung ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, und deshalb hätte nach unserer Ansicht aus jeder Fraktion ein Vertreter dabei sein müssen. Auch der beratende Ausschuss für das Kindernest war zu keinem Zeitpunkt in die Gespräche eingebunden. Und so blieben viele unserer Fragen leider unbeantwortet.

Trotz allem gibt es nun einen Vertrag, der unserer Ansicht nach unterzeichnet werden kann. Die Gemeinde beteiligt sich weiterhin mit 75% an den Betriebskosten. Der Rest soll von den Elternbeiträgen getragen werden. Schön ist, dass auch für die Übernahme des Inventars abschließend nun eine einvernehmliche Regelung getroffen werden soll.

Dies ist unsere Stellungnahme:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Würfel, sehr geehrter Herr Lenz,

die Rückgabe der Trägerschaft des Kindernests Malsch an die Gemeinde nach über 25 Jahren stellt eine Zäsur in unserer Gemeinde dar. Mit viel Herzblut wurde die Einrichtung damals von engagierten Eltern aufgebaut und hat von Beginn an für frischen Wind in der Kinderbetreuung gesorgt.

Auch im katholischen Kindergarten hat sich in der Folgezeit vieles geändert, und das Angebot an die Kinder wurde deutlich erweitert. Für viele Kinder war und ist das Kindernest ein Gewinn und eine Bereicherung. Für viele Eltern war und ist das Kindernest ein sicherer Hafen für ihre Kinder sowie Stütze für die Vereinbarung von Familie und Beruf.

Wir wünschen uns, dass die Idee des Kindernests und das Betreuungsangebot für die Kinder so gut wie möglich erhalten bleiben kann. Unsere Eltern werden die Veränderungen mit großem Interesse verfolgen.

Auch wenn die aktuelle finanzielle Lage der Gemeinde schwierig und die Aussichten mau sind, so ist eine Investition in unsere Kinder immer auch eine gute Investition in die Zukunft und damit auch in unsere Gemeinde.

Wir wünschen Ihnen, Herr Lenz und dem Team des Kindernests, nun einen guten Start hier bei uns in Malsch und stimmen dem Beschlussvorschlag zu.

Zum ersten Schritt auf dem Weg zum Ziel gehört es, Dinge in Bewegung zu bringen.

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