Der Brettwald fällt – wen interessiert’s?

Im Oktober 2016 hat die Firma Wienerberger beim Bergbauamt die Erweiterung der Tongrube im Brettwald beantragt. Diese wurde von der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat erteilt.

Die Bedeutung eines intakten Waldes als aktiven und wertvollen Beitrag zum Klimaschutz schien damals zweitrangig.

Im Januar 2018 fand in der Zehntscheuer zur geplanten Erweiterung eine Anhörung mit Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Die Anwesenden hatten Gelegenheit, die Ausgestaltung des Hauptbetriebsplans – die endgültige Genehmigung – mit zu diskutieren.
Besonders Anwohnende aus Rettigheim brachten ihre Anliegen rund um die Tonabbausituation ein. Ein wichtiger Punkt, der festgehalten wurde, ist die Befestigung des Tonabfuhrweges im Wald, um die Staub- und Schmutzbelastung von Anwohnenden und Nutzern deutlich zu reduzieren.
Parallel dazu wurde der Firma Wienerberger, die mit dem Abbau beginnen wollte, eine vorläufige Genehmigung zur Rodung der ersten Waldabschnitte erteilt. Die Abholzung erfolgte im Februar 2018.

Jetzt – vier Jahre später – gibt es den Hauptbetriebsplan immer noch nicht!

Dafür teilte die Forstbehörde in der Gemeinderatssitzung vom November 2021 mit, dass Wienerberger eine weitere vorläufige Genehmigung erteilt wurde.

Das bedeutet: An der Tonabbausituation hat sich in den vier Jahren nichts geändert, alle Belastungen und Probleme bestehen nach wie vor, aber die nächsten Waldabschnitte dürfen gefällt werden.

Wir haben im Januar diesen Jahres das Bergbauamt kontaktiert und um Erläuterung gebeten. Sobald uns eine Antwort vorliegt, werden wir weiter darüber informieren.

Ich vertraue darauf, dass in unserer Welt eine andere Weisheit am Werk ist als die des Menschen.

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